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Gesamtsanierung Waaghaus mit Blaserturm.
Einrichtung einer Stadtgeschäftsstelle der Kreissparkasse im EG Wiederherstellung des historischen Schwörsaals im OG


Fertigstellung:
1989

Adresse:
Marienplatz 28, 88212 Ravensburg
 
Bauherr:
Kreissparkasse Ravensburg zusammen mit der Stadt Ravensburg

Gesamtkosten:
15.800.000 DM (8.100.000 Euro)


Erläuterungen:

Das Waaghaus mit seinem alles überragenden Blaserturm ist ein stadtbildprägendes Gebäude im Herzen der Altstadt von Ravensburg. Es entstand 1697 als Nachfolgebau des früheren Spitals, unmittelbar über der alten Stadtmauer aus staufischer Zeit. Es diente zunächst als mittelalterliches Kaufhaus. Später war darin unter anderem die Stadtwaage und die Stadtmünze untergebracht. Seine besondere geschichtliche Bedeutung indessen stammte von der "Schwörzeremonie", die seit der Barockzeit jährlich im 1. Obergeschoss durchgeführt wurde. Hierbei wurden die Ratsherren, die gesamte Bürgerschaft und die Stadtverwaltung einschließlich Bürgermeister auf die reichsstädtische Verfassung vereidigt, was dem "Schwörsaal" seinen Namen gab. Der letzte große Umbau fand 1928 statt, als die "Oberamtsparkasse" die Räume im Obergeschoss bezog. Später waren dort verschiedene städtische Verwaltungseinrichtungen und im EG eine Poststelle, die Feuerwehr und ein Ladengeschäft untergebracht.

Wegen zahlreicher Baufälligkeiten wurde eine gründliche Sanierung unumgänglich. Sie wurde nach gründlicher Untersuchung durch das Landesdenkmalamt in den Jahren 1987–1989 durchgeführt.

Im Erdgeschoss ist seitdem die Kreissparkasse mit einer Stadtgeschäftsstelle  untergebracht, während im Obergeschoss der historische Schwörsaal als Versammlungsstätte wieder hergestellt wurde.

Eine besondere Schwierigkeit für uns Planer bestand darin, dass über den früheren Zustand des Waaghauses im Inneren keinerlei Pläne existierten. Es sollte also ein historischer Saal rekonstruiert werden, dessen Grundriss man nicht kannte. Nach den archäologischen Grabungen im Erdgeschoss (1986) konnte man zwar im Erdgeschoss aus den vorgefundenen Fundamenten und der vorhandenen Holzbalkendecke vage Rückschlüsse auf den früheren Grundriss im OG ziehen. Dieser konnte aus praktischen und statischen Gründen jedoch nicht exakt übernommen werden. Auch waren wegen des Brandschutzes neue Anforderungen entstanden, die äußerst schwierig zu lösen waren.

Es wurde bei der Sanierung so bestandserhaltend wie nur möglich vorgegangen. Nur in den Gebäudeteilen, die durch frühere Umbauten unwiederbringlich zerstört waren, wie z.B. dem Treppenhaus, wurde die architektonische Sprache unserer Zeit verwendet. Ansonsten und in den Fassaden wurden nur sehr geringe Korrekturen am Erscheinungsbild vorgenommen, die aber alle auf restauratorisch gesicherten Erkenntnissen beruhten.