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Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Karmeliterklosters in mehreren Bauabschnitten

Fertigstellung:
Umbau seit 1995 – 2014 (Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen)
 
Adresse:
Marienplatz 7, 88214 Ravensburg
 
Bauherr:
Landesbetrieb Vermögen und Bau – Amt Ravensburg, Minneggstraße 1, 88214 Ravensburg

Gesamtkosten:
bis 2014 ca. 2.500.000 Euro


Maßnahmen:
Aus Sicherheitsgründen und wegen der notwendigen Barrierefreiheit wurde der Einbau einer Sicherheitsschleuse und eines Personenaufzuges notwendig. Dies erforderte zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen und Umbauten wie z.B. die Verlegung des Haupteinganges. Die Büroräume im Erdgeschoss bekamen neue große Fensterelemente mit entsprechenden Sicherheitsmerkmalen. In den Obergeschossen und im Bereich der Schwurgerichtssäle wurden weitere Baumaßnahmen und bauliche Verbesserungen durchgeführt.

Die Sanierung erhielt 1999 von der Architektenkammer Baden-Württemberg eine Auszeichnung für vorbildliches Bauen.


Zur Geschichte des Landgerichts:Urkundlich ist Ravensburg als "Malstätte" (Gerichtsstätte) erstmals 1240 erwähnt. Im Jahre 1276 erhielt Ravensburg für seine eigenen Bürger den ausschließlichen Gerichtsstand in Marktsachen und anderen weltlichen Streitigkeiten. Mit der Reichsfreiheit bekam die Stadt Ravensburg die Strafgerichtsbarkeit, ab 1396 auch die Blutgerichtsbarkeit. Die städtische Gerichtsbarkeit hatte der Stadtamtmann inne, bis zur Karolinischen Verfassung (1551) zusammen mit 11 Schöffen, die zugleich Räte der Stadt waren. Im Anschluss an den Westfälischen Frieden (1648) war das Stadtgericht mit zwei Stadtamtmännern und 12 Assessoren, gleichfalls Räte, besetzt. Im Zuge der Mediatisierung (1802) wurde die städtische Gerichtsbarkeit beseitigt. Anschließend, zunächst bis 1810 unter bayerischer, danach württembergischer Herrschaft, wurden Justiz und Verwaltung getrennt. Das Haus Württemberg richtete in Ravensburg ein Oberamtsgericht ein, dem ein Oberamtsrichter, ein Gerichts-Aktuar und eine Anzahl von Gerichtsbeisitzern angehörten. Im Zuge der Neuorganisation wurde 1869 das Landgericht Ravensburg eingerichtet.
Das Landgericht Ravensburg ist seit 1869 in dem 1344 gegründeten Karmeliterkloster untergebracht. Das ehemals aufgrund von Schenkungen wohl reiche und wegen seiner Bedeutung wichtige Kloster wurde in den vergangenen Jahrhunderten wiederholt umgebaut; die "Schauseite" gegen den Marienplatz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach der Säkularisation (1806) diente das Kloster zunächst als Kaserne und als Schule.