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Sanierung der Bildeichkapelle in Achberg-Esseratsweiler


Fertigstellung:
1999

Adresse:
Kapellenweg 16, 88147 Achberg-Esseratsweiler
 
Bauherr:
Katholische Kirchengemeinde St. Michael mit dem
erzbischöflichen Bauamt der Diözese Freiburg mit Sitz in Konstanz

Gesamtkosten:
246.000 Euro


Geschichte der Bildeichkapelle Esseratsweiler

(Nach der Pfarrchronik Esseratsweiler

1748 ist die von Obervogt Georg Adam Wocher und seiner Hausfrau Maria Claudia Franziska Josepha Wocherin gestiftete Bildeichkapelle als Oktagon (Achteck) erbaut. 1749 ist nach vorausgegangener einfacher Benediktion (Einweihung) durch Herrn Martin Siegenhaller venerabiliter (ehrwürdiger) Dekan des Kapitels Lindau und Pfarrer von Hergensweiler am Fest Mariä Geburt (2. Juli) das Gnadenbild Marias hoch feierlich in die Kapelle eingeführt und eingesetzt worden. Nach der Konsekration der Kapelle spendete in ihr der Konstanzer Weihbischof noch das Sakrament der Firmung.

Am 29. 06.1800 gegen 22:00 Uhr schlug ein Blitz in die Kapelle ein. Der größte Teil des Dachstuhles und der Decke wurde ein Raub der Flammen. Auch die Außenmauern waren an mehreren Stellen stark beschädigt worden. Das Gnadenbild konnte aber unversehrt gerettet werden. (Dies gab der Kapelle dann den späteren Namen.) Den Schaden schätzte man auf 1345fl 16kr. Die Kapelle war bei der Feuer-Sozietät-Direktion in Altshausen gegen Brand versichert. Sie beglich die Schadenssumme.

1802 baute die Pfarrei die durch das Feuer stark beschädigte Kapelle unter dem damaligen Esseratsweiler Pfarrer Josef Anton Birkhofer fast neu auf. Die eine Hälfte des Oktagons wurde abgebrochen und die Kapelle mit einem Langhaus bis zur Straße verlängert. Zwei Fenster kamen rechts und links in das Kirchenschiff. Ebenso die Empore. Die Eingangstüre, die vorher hinter dem Hochaltar war, wurde zugemauert und an die Straßenseite verlegt. Ein kleiner Dachreiter mit einem Glöckchen kam auf das Dach. Ein Erweiterungsbau war dringend notwendig, weil der Zulauf der Gläubigen laufend angewachsen war und die vielen Wallfahrer bei den Gottesdiensten in der alten Kapelle keinen Platz finden konnten.

Unter Pfarrer Dr. Johann Evangelist Maier erfolgte 1895/96 eine Restauration der Kapelle nach dem damaligen Zeitgeschmack. Die Barocken Wandgemälde wurden mit neugotischen Bildern (Nazarenerstil) überdeckt. Der Kunstmaler Luitpold Heim aus Niederstaufen erhielt dazu vom Kirchenvorstand den Auftrag. Das Deckengemälde "Maria die Schutzherrin über Esseratsweiler", sowie die Erneuerung und Auffrischung der Nebenaltarbilder bekam der Kunstmaler Geromiller München übertragen. Ein neues Glöckchen kam in den Dachreiter. Das alte wurde in Zahlung gegeben.

In der Nacht vom 29/30 September 1969 wurde in die Kapelle eingebrochen und die wertvolle gotische Madonna aus dem 14. Jahrhundert, sowie 4 barockene Holzleuchter gestohlen. Das ganze Diebesgut wurde nie mehr entdeckt. Die jetzige Madonna ist eine gelungene Kopie des gestohlenen Originals. Leider erfolgten in unsere Bildeichkapelle weitere Einbrüche, wobei wertvolle Kultgegenstände gestohlen wurden.


Maßnahmen 1999:

Als Schutz gegen Diebstahl und Vandalismus wurde ein stabiles Gitter mit Türe am Eingang entworfen und montiert. Im Dachgeschoss wurden die angegriffenen Schwellen und Balkenköpfe ausgebessert und der Boden im Kapellenraum mit Sandsteinplatten erneuert.