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Berufsakademie Ravensburg - Einbau von Hörfunk- und Fernsehstudios

Fertigstellung:
2001

Adresse:
Marienplatz 2, 88212 Ravensburg

Bauherr:
Landesbetrieb Vermögen und Bau – Amt Ravensburg, Minneggstraße 1, 88214 Ravensburg

Gesamtkosten:
1.575.000 Euro


Erläuterungen:

Im EG des Gebäudes Marienplatz 2, welches von der Berufsakademie Ravensburg (heute "DHBW" - Duale Hochschule Baden-Württemberg) genutzt wird, wurden für die beiden Fachrichtungen "Medien- und Kommunikationswirtschaft / Journalismus" ein Hörfunkstudio als Rundfunkselbstfahrerplatz, ein Fernsehstudio mit Regieraum und dazugehörige Technikräume eingebaut.

Das Gebäude wurde im Jahre 1955 als Hauptstelle der Kreissparkasse errichtet und in der Vergangenheit mehrfach von dieser umgebaut. Bestandspläne der verschiedenen Umbauphasen sind nur teilweise vorhanden und wurden nur teilweise bei den einzelnen Umbauphasen fortgeschrieben. Soweit notwendig wurden Angaben zur tragenden Bausubstanz durch Untersuchungen vor Ort erhoben.

Die Studios wurden im EG eingebaut. Wegen der notwendigen Erneuerung der Haustechnik waren jedoch auch bauliche Folgemaßnahmen im UG, im OG1 und auf dem Dach (für die Kältemaschinen) notwendig.

Für die Nutzung der Studios wurden besondere Anforderungen u.a. an den Schallschutz gestellt. Diese Anforderungen ließen sich jedoch bei der vorhandenen Altsubstanz nur eingeschränkt erfüllen.

Die Baumaßnahmen wurden unter laufendem Betrieb durchgeführt.


Maßnahmen:
Die Innenwände der Studios bestehen aus schalltechnischen Gründen aus schwerem Mauerwerk und Beton. Diese Wände mussten ringsum vom Bauwerk entkoppelt werden. Zur weiteren Verbesserung der Schalldämmung wurden diese Wände mit Vorsatzschalen bekleidet. Die übrigen Wände wurden aus beidseitig doppelt beplankten Metallständerwänden oder als verputzte 11,5 cm dicke Mauerwände ausgeführt.
Im Videostudio wurden die Decken nach Angaben des Bauphysikers vollflächig mit akustisch wirksamen Materialien bekleidet. Im Tonstudio kam eine mehrfach abgehängte Akustikdecke zur Ausführung. Die übrigen Räume erhielten Gipskartondecken mit Spachtelung und Anstrich.

Die Wände wurden ebenfalls nach Angaben des Bauphysikers mit akustisch wirksamen Materialien bekleidet und ansonsten mit Glasfasertapeten und Anstrich versehen. Als Türen kamen hochschalldämmende Spezialtüren mit ringsumlaufender Stahlzarge zur Anwendung.
Sonnenschutz war nicht erforderlich, weil alle Räume innenliegend sind, jedoch wurden am Regieraum Totalverdunkelungsrollos installiert. Diese sind nötig, damit bei Videoaufnahmen kein Fremdlicht auf die Kontrollmonitore fällt.

Im Videostudio wurde ein ebener Anhydritfließestrich mit Kunstharzbeschichtung auf Trittschalldämmung verlegt. Das Tonstudio und die Flure wurden mit Gussasphaltestrich auf Trittschalldämmung versehen. Als Oberbelag wurde ein leitfähiger Textilbelag verklebt.

Im Regieraum und dem angrenzenden Studio-Geräteraum wurde wegen der Notwendigkeit einer Um- bzw. Nachinstallation ein Installationsdoppelboden eingebaut. Der Hohlraum wurde an die Klimaanlage angeschlossen und dient u. a. auch zur Abführung der Wärme von den Geräteschränken.